„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch das Wort gemacht, und ohne das Wort ist nichts gemacht.“ (Joh. 1,1–3) Vers 14: „Und das Wort wurde Mensch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Jesus lehrte seine Jünger dreieinhalb Jahre lang das Wort. Jedes Mal, wenn Er sprach, brachte Er die Wahrheit neu hervor. Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit, die dritte Person der Dreieinigkeit. Er bringt uns das Wort Jesu nahe.
Es gibt Menschen oder Geschwister, die fragen: „Hast du ein Wort von Gott für mich?“ Gott möchte jedoch, dass das Wort selbst durch den Heiligen Geist in dir wohnt. Das Wort – Jesus – möchte persönlich in dir leben. Wenn du dann mit jemandem betest, kann dir der Geist Gottes ein Wort für diese Person schenken.
Das Wort Jesus steht leider nicht immer im Mittelpunkt unseres Lebens. Wenn Situationen auf dich zukommen, die dir nicht gefallen, ist dann das Wort Jesu in deinem Leben präsent? Vor der Kreuzigung lebte das Wort, Jesus, unter denen, die Ihm nachfolgten. Seit der Auferstehung möchte das Wort jedoch in dir wohnen. Wenn Christen sagen, dass Jesus und der Heilige Geist in ihnen leben, klingt das oft schön – aber ist es wirklich so?
Wenn das Wort, Jesus, der Mittelpunkt deines Lebens ist, wird dies sichtbare Auswirkungen auf dein Leben haben. Es ist ein Unterschied, ob du sagst: „Gott ist mit mir“ oder „Gott ist in mir“. Das Wort ohne den Heiligen Geist bleibt nur ein Buchstabe, der tötet. Das Wort mit dem Heiligen Geist ist die ganze Kraft Gottes in dir. Wäre die Bibel ohne den Heiligen Geist geschrieben worden, wäre sie lediglich ein Geschichtsbuch. Da jedoch der Heilige Geist die Schreiber inspiriert hat, offenbart Er dir auch heute, was du liest. So erkennst du, dass die Bibel die Gebrauchsanweisung für dein Leben ist. Durch den Heiligen Geist wird das Wort lebendig.
Wo Jesus war, wurden Menschen geheilt. Jesus heilte die Kranken durch das Wort. Das bedeutet: Wenn das Wort in dir lebt, steht dir dieselbe Kraft zur Verfügung. Heilung ist eine Eigenschaft des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Glaube an Sein Wort setzt Gottes Kraft frei. Gott sprach, und es geschah. Er spricht auch heute noch, und es geschieht. Gemäß dem Wort folgt Heilung.
Wenn Jesus, der Heiland, in dir lebt, werden dein Körper, deine Seele und dein Geist erfrischt und lebendig. Er sprach, und der Blinde sah, der Taube hörte und der Lahme konnte gehen. In diesem Wort liegen Autorität, Vollmacht und die ganze Kraft der Auferstehung. Und wo lebt das Wort, Jesus? In dir!
Damals versammelten sich die Menschen um Jesus, um Sein Wort zu hören. Heute können wir Sein Wort überall mit uns tragen, weil es in uns lebt. Schaue nicht auf die Umstände der Menschen. Ein Beispiel dafür ist der Hauptmann von Kapernaum, der sagte: „Sprich nur ein Wort …“ Er erkannte die Vollmacht Jesu. Der römische Hauptmann verstand, dass das Wort lebendig ist, dass es Vollmacht besitzt und dass das, was Gott spricht, geschieht.
Mt. 8,10: „Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden.“
Wenn wir einen solchen Glauben hätten wie dieser Hauptmann, der sich noch nicht einmal zu Jesus bekehrt hatte – was würde dann in unserem Leben geschehen? Wir sind häufig zu beschäftigt, und das hindert uns daran, Gott zu erleben.
Wir sollen das Wort nicht nur lesen, sondern leben! Du hast Autorität empfangen, das Wort auszusprechen. Nicht: „Ach Herr, wenn du willst, kannst du bitte …“ Zeichen und Wunder waren zur Zeit Jesu auf der Erde normal und geschehen bis heute, denn Gott hat sich nicht verändert. Warum möchte Gott überhaupt heilen? Weil Er ein liebender Vater ist und möchte, dass in deinem Leben alles heil wird. Jesus trug unsere Sünden und Krankheiten ans Kreuz, und der Heilige Geist ist der Überbringer, der Heilung schenkt.
Wenn wir beten, geschieht etwas. Nichts ist unmöglich bei Gott. Der Heilige Geist erweckt das Wort zum Leben. Lass das Wort in deinem Leben sein wie einen Samen, der wächst. Pflege und begieße ihn durch den Heiligen Geist, und geistliche Frucht wird entstehen. Gott möchte, dass dein Herz guter Boden ist, damit Sein Wort in dir wachsen kann – durch jede Predigt und durch jede Gemeinschaft mit den Geschwistern –, damit sich die ganze Kraft Gottes in dir entfalten kann. Kol. 2,9: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.“
Es gibt jedoch auch Hindernisse für Heilung. Mt. 13,58: „Und er tat dort nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.“ Wenn etwas zwischen dir und Gott steht, ist die Verbindung gestört. Du gehst vielleicht in den Gottesdienst, doch die Verbindung fehlt. Das kann sich auch auf dein körperliches Wohlbefinden auswirken. Auch Unversöhnlichkeit kann den Körper schwer belasten. Nicht zu vergeben, belastet in erster Linie dich selbst. Die andere Person bemerkt es oft gar nicht. Dein Umfeld erkennt jedoch, wenn Hass, Groll oder Unversöhnlichkeit in dir sind. Du kannst nicht frei leben, denn Hass und Groll binden dich an diese Person.
Wenn du von Herzen vergibst, kannst du eine veränderte Heilungskraft an Geist, Seele und Leib erleben. Mt. 6,14–15: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
In 1. Mose 50,20 lesen wir, dass Josef durch seine Vergebung gegenüber seinen Brüdern ein ganzes Volk rettete. Nicht zu vergeben ist Stolz. Vergebung ist eine Entscheidung.
Heilung kommt von Jesus
Bereits im Alten Testament lesen wir, dass Gott Heilung wichtig ist.
- Mo. 15,26: „Denn ich bin der Herr, dein Arzt.“
Im Alten Testament stand das Gesetz im Mittelpunkt, im Neuen Testament die Gnade.
Lk. 4,18: „Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesandt hat, den Armen das Evangelium zu verkündigen; er hat mich gesandt, den Gefangenen zu verkündigen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie frei und ledig sein sollen.“
Wir, die wir im Glauben leben, sollen ebenfalls danach handeln, denn Jesus lebt in uns. Er hat uns Vollmacht gegeben zu heilen. Wir wissen, dass Gott derjenige ist, der heilt. Wir sind lediglich der Kanal. Wir sind berufen, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben.
Mt. 10,8: „Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch weiter.“ Wir haben Vollmacht, wenn wir im Sieg des Blutes Jesu leben. Mk. 6,12–13: „Und sie zogen aus und predigten, man sollte Buße tun, und trieben böse Geister aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.“
Fang an, in Vollmacht für Menschen und über ihnen zu beten. Lk. 10,9: „Und heilt die Kranken, die dort sind; und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.“ Gott möchte dich gebrauchen. Die Kraft des Heiligen Geistes ist in dir. Du kannst dir selbst die Hände auflegen und der Krankheit im Namen Jesu befehlen, zu weichen. Das darfst du auch für andere tun. Mk. 9,23: „Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst – dem Glaubenden ist alles möglich.“ Glaubst du wirklich, was du sagst? Glaubst du das, was du betest? Sprich das Wort Gottes mit Autorität aus, und du wirst sehen, dass etwas geschieht. Nimm deine Vollmacht in Besitz und lebe darin.
Der Herr, unser Arzt
2. Mo. 15,26: „Ich bin der Herr, der dich heilt. Ich bin der Herr, dein Arzt.“
Jes. 53,4–5: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Mt. 8,16–17: „Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb durch sein Wort die bösen Geister aus und machte alle Kranken gesund, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Schwachheit auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.“
Mt. 9,35: „Jesus ging ringsum in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen.“
Mt. 10,1: „Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie diese austrieben und alle Krankheiten und alle Gebrechen heilten.“
Gott ist derselbe – gestern, heute und in Ewigkeit.
Helmut Germann
21.06.2026