Missionsgemeinde Heppenheim

Gott - unser Vater

Gott ist Schöpfer, Herrscher und König – allmächtig und allwissend. Er hat das Universum geschaffen, die Erde, die Pflanzen, das Wasser, die Tiere und den Menschen. Über seine Schöpfung sagt die Bibel: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31) Die Schöpfung war vollkommen. Alles entsprach Gottes gutem Willen.

Doch der Mensch verwarf es, Gott als Herrn und Schöpfer zu vertrauen und ihm gehorsam zu sein. Stattdessen wandte er sich anderen Göttern zu. Bereits zuvor hatte sich Luzifer (Satan, der Teufel) gegen Gott erhoben. Durch den Sündenfall gab Adam die Herrschaft, die Gott ihm übertragen hatte, an Satan preis. Dadurch erhielten Satan und seine gefallenen Engel Einfluss auf diese Welt und konnten ihr zerstörerisches Werk beginnen. Die Folgen sehen wir bis heute: Chaos, Leid, Krankheit, Tod, Ungerechtigkeit und Zerstörung prägen alle Lebensbereiche.

Schon im Alten Testament machte Gott deutlich, dass er heilig ist und auch sein Volk zur Heiligkeit beruft. 3. Mose 19,2: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott!“ 1. Petrus 1,16: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“ Der Mensch lebt jedoch in Sünde und kann Gottes Heiligkeit aus eigener Kraft niemals erreichen. Der Psalmist schreibt:

Psalm 19,9–13: „Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die verborgen sind!“

Schon im Alten Testament zeigte Gott den Menschen den Weg zurück zu ihm. Er offenbarte seine Wahrheit und machte deutlich, dass der Mensch Vergebung braucht. Ja, wir sind Sünder und brauchen immer wieder Gottes Vergebung. Weil kein Mensch sich selbst retten konnte, sandte Gott seinen Sohn Jesus Christus. Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Johannes 3,35–36: „Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“

Jesus – Unser Erlöser

Im Alten Testament musste ein Mensch, der verschuldet war, sieben Jahre Frondienst leisten. Doch wenn ein naher vermögender Verwandter bereit war, konnte dieser als Erlöser auftreten und die Schuld bezahlen. Dieses Bild weist auf Jesus Christus hin. Jesus hat unsere Schuld – unsere Sünde – vollständig auf sich genommen und gesühnt.

Der Prophet Jesaja beschreibt dies viele Jahrhunderte vorher in beeindruckender Weise. „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen.“ Jesaja 53, 1-8

Am Kreuz rief Jesus: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30) Er starb stellvertretend für unsere Schuld. Nach drei Tagen ist Jesus auferstanden. Er hat den Sieg über Satan und den Tod errungen und begonnen, seine Herrschaft aufzurichten. Sein Erlösungswerk war kein Zufall. Von Anfang an war die gesamte Schöpfung auf ihn ausgerichtet. Kolosser 1,16: „Denn durch ihn ist alles geschaffen ... es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“

Der Auftrag Jesu

Nach seiner Auferstehung sprach Jesus: Matthäus 28,18–20: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker ...“ Er versprach seinen Nachfolgern außerdem die Kraft des Heiligen Geistes. Apostelgeschichte 1,8: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen ... und werdet meine Zeugen sein.“ Der Heilige Geist wirkt heute noch. Gott hat seiner Gemeinde den Heiligen Geist gegeben.

1. Korinther 12,7–11: „Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen ...“ Der Heilige Geist verteilt seine Gaben, wie er will, damit die Gemeinde aufgebaut wird. Jesus verheißt seinen Nachfolgern: Johannes 14,13: „Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun ...“ Johannes 15,7: „So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt ...“ Außerdem sagt Jesus: „Bleibet in meiner Liebe.“ Und: „Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.“ (Johannes 15,9.13–14)

Jesus verheißt: Markus 16,17–18: „Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben ... Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“

Welche Wahrheit glauben wir?

Unsere Zeit ist geprägt von vielen Lügen und Täuschungen. Darum stellt sich die entscheidende Frage: Welche Lügen hat man uns erzählt – und was ist die Wahrheit, die Gott uns in seinem Wort gegeben hat? Nur Jesus Christus ist die Wahrheit. Nur in ihm finden wir Vergebung, neues Leben und die Hoffnung auf das ewige Leben.

Ursula Herzog-Germann
28.06.2026