„Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?“ Matthäus 24,3
Jesus antwortete ihnen:
„Habt acht, dass euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen. Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Matthäus 24,3–14
In diesem Jahr gab es bereits 11 Erdbeben mit einer Stärke von über 7:
- Malaysia – 7,1 (22.02.)
- Tonga – 7,5 (24.03.)
- Vanuatu – 7,3 (30.03.)
- Indonesien – 7,4 (01.04.)
- Japan – 7,4 (20.04.)
- Philippinen – 7,8 (07.06.)
- Venezuela – 7,2 und 7,5 (24.06.)
- Mexiko – 7,3 (17.07.)
- Kolumbien – 7,4 (10.08.)
- Indonesien – 7,7 (15.08.)
- Philippinen – 7,8 (15.08.)
Auch Feuer gibt es überall auf der Welt – in Kanada, Australien, Amerika, Portugal, Spanien, Italien, Deutschland und vielen weiteren Ländern.
Dazu kommen ungefähr 50 Kriege – mit steigender Tendenz – sowie zahlreiche Drohungen und Spannungen: USA, Israel–Iran, Pakistan–Afghanistan, Russland–Ukraine, Sudan, Somalia, Irak, Jemen, Nigeria, Venezuela, Eritrea–Äthiopien, China–Taiwan, Philippinen, Nordkorea und viele weitere.
Was bedeutet das für uns?
Das sind die Wehen der Schöpfung. Frauen, die einmal ein Kind geboren haben, wissen, wie es ist und welche Schmerzen es bedeutet. Die Erde ist in den Wehen, und die Abstände werden immer kürzer.
Wie werden wir darauf reagieren?
Die Jünger stellten Jesus die Frage: „Herr, wirst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder aufrichten?“ Jesus antwortete:
„Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat; sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Apostelgeschichte 1,6–8
Wir wissen, dass Gott eines nicht kann – und das ist lügen. „Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, gemäß dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, die der Gottesfurcht entspricht, aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat.“ Titus 1,1–2
Jesus selbst hat uns versprochen: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn‘s nicht so wäre, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe, euch eine Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“ Johannes 14,2–3
Nach dem Brauch der Juden verlobte sich der Bräutigam mit einem Becher Wein und dem Versprechen, wiederzukommen. Der Ehebund wurde mit den Worten gesegnet: „Baruch ata Adonai Eloheinu Melech ha-Olam, Borei Pri ha-Gafen.“ (Gesegnet bist du, Herr, unser Gott, König des Universums, Schöpfer der Frucht des Weines.) Das ist der Bund, den wir durch das Abendmahl feiern.
Machen wir uns bewusst, dass es auch für uns ein Versprechen an Jesus Christus ist: Wir warten auf ihn – und wir wollen ihm treu und wachsam entgegengehen! Die Verlobungszeit dauerte in der Regel zwölf Monate. In dieser Zeit lebte die Braut zurückgezogen. Danach ging der Bräutigam nach Hause, um eine Wohnung für die Braut vorzubereiten. Der Vater schickte dann eine ganze Schar voraus – Musiker und Herolde –, die ausriefen: Der Bräutigam kommt! Der Ruf des Bräutigams lautet: „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her …“ Hohelied 2,10
Jesus wird wie ein Dieb in der Nacht zu uns kommen und uns zurufen, uns zu erheben, um ihm in der Luft zu begegnen. 1. Thessalonicher 4,17; 5,2
Jesaja spricht davon in Kapitel 40,3–8: „Die Stimme eines Rufenden [ertönt]: In der Wüste bereitet den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott! Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; was uneben ist, soll gerade werden, und was hügelig ist, zur Ebene! Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es geredet. Es spricht eine Stimme: Verkündige! Und er sprach: Was soll ich verkündigen? Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut wie die Blume des Feldes! Das Gras wird dürr, die Blume fällt ab; denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Wahrhaftig, das Volk ist Gras! Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen; aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!“ Jesaja 40,3–8
Jesus spricht: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, auf dass auch ihr einander liebhabet. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Johannes 13,34–35
Unsere Hoffnung
Die Zeichen der Zeit sollen uns nicht in Angst versetzen. Sie sollen uns wach machen und daran erinnern, dass Gottes Wort wahr ist und dass Jesus Christus wiederkommen wird. Unsere Hoffnung liegt nicht in dieser Welt, sondern in der Verheißung Gottes. „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“ Offenbarung 21,3–7
Ursula Herzog-Germann
16.08.2026