Vor drei Wochen durften wir Myron Zeitler aus der Ukraine bei uns willkommen heißen. Es waren Tage voller wertvoller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Hoffnung. Wir hatten für Myron verschiedene Gespräche und Begegnungen organisiert – unter anderem bei der Biogasanlage des ZAKB in Heppenheim mit Bürgermeister Rainer Burelbach, beim Besuch des kommunalen Betriebs sowie bei einem Treffen mit Angelika Beckenbach im Landkreis Bergstraße.
Für uns war es eine Freude, Myron auch unser Missionsbüro und unsere Gottesdiensträume zeigen zu dürfen und über unseren gemeinsamen Auftrag zu sprechen: Menschen zu dienen und die Hoffnung des Evangeliums weiterzugeben. Myron hat uns inzwischen wissen lassen, wie wertvoll diese Tage für ihn waren. Besonders berührt hat uns sein Bericht darüber, was sich nun in seiner Heimat entwickelt.
14 Kinder sollen neue Perspektiven bekommen. Schwester Olena kam mit drei ihrer älteren Kinder nach langer Fahrt zu ihnen. Die Kinder konnten erleben, welche Möglichkeiten sich ihnen dort eröffnen.
Zwei Mädchen möchten nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung zur Köchin machen. Zu ihrer großen Freude gibt es eine passende Berufsschule nur etwa 100 Meter von ihrem zukünftigen Zuhause entfernt.
Auch für zwei Kinder mit Behinderungen gibt es Hoffnung: Eine geeignete Schule befindet sich nur etwa zwei Kilometer entfernt – und ein spezieller Schulbus soll die Kinder morgens zu Hause abholen und nachmittags wieder zurückbringen.
Myron schreibt: „Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten – und Olena auch nicht. Wir haben gemeinsam geweint und gebetet.“
Noch sind nicht alle bürokratischen Fragen geklärt. Doch Myron arbeitet gemeinsam mit der Stadtverwaltung, dem Sozialministerium der Region Lwiw und den zuständigen Behörden in Kiew daran. Und er vertraut darauf, dass Gott Türen öffnen wird. Diese Begegnung zeigt uns einmal mehr: Hilfe bedeutet nicht nur, Dinge bereitzustellen. Hilfe bedeutet, Menschen Hoffnung, Perspektive und eine Zukunft zu geben.
Am 27. September 2026 wird in der Stadt gemeinsam mit evangelischen Gemeinden ein Erntedanktag stattfinden. In der orthodox geprägten Region ist eine solche Veranstaltung etwas Neues – und zugleich eine wunderbare Möglichkeit, den Menschen von Gottes Güte zu erzählen.
„Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker …“
Matthäus 28,19
Bitte betet für Myron, Schwester Olena, die Kinder und alle Verantwortlichen in der Ukraine. Betet dafür, dass bürokratische Hindernisse überwunden werden und sich Türen für die Kinder öffnen. Gott segne die Ukraine und schenke Frieden, Hoffnung und eine gute Zukunft!
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